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Der Olivenbaum

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OLEA EUROPAEA

Der Olivenbaum ist etwas ganz besonderes. Er hat hat seine speziellen Vorlieben und ist ein sehr harter Brocken. Insbesondere in Sachen Langlebigkeit können ihm wenige Bäume etwas vormachen. Es dauert fünf bis zehn Jahre bis der Baum seine ersten Früchte trägt und weitere zehn bis fünfzehn Jahre bis sich der Ertrag an Oliven rentiert. Was die Väter planzten, werden erst die Söhne und Enkel ernten.

In dieser Zeit entwickelt der Baum ein Wurzelwerk, das über zehn Meter weit ausgreift und über fünf Meter tief in den Boden reicht. Darum schauen Olivenhaine immer so viel dürftiger aus, als es unsere romantische Vorstellung erwartet. Olivenbäume brauchen Platz, Trockenheit, steinigen Boden, ganz viel Sonne im Sommer und wenig Regen im Winter. Die notwendige Feuchtigkeit holen sie sich zum großen Teil aus der Tiefe der Erde. Die kalten Monate bekommen ihnen in der Ruhezeit gut, doch bei mehr als zehn Minusgraden stirbt der Olivenbaum ab. Anhaltendende Regenfälle und Kältezeiten verträgt er schlecht. Doch bei guten Bedingungen tragen Olivenbäume mehrere hundert Jahre lang ihre Oliven.

 

 

Die Pflege spielt beim Olivenbaum eine sehr wichtige Rolle. Durch moderne Methoden der Ertragssteigerung und Pflanzenbewirtschaftung kann man kurzfristig gute Effekte erzielen, allerdings reagieren Olivenbäume auf Stress und erzwungene Veränderungen schlecht.

Die Ernte muss schonend und in Handarbeit erfolgen. Das ist zwar aufwändiger und teurer, jedoch weniger belastend für den Baum. Dadurch bleibt die Qualität und Menge der Früchte hoch.

 

 

Der schlimmste Schädling für den Olivenbaum ist die Olivenfliege, denn Sie legt ihre Eier in reife Oliven ab. Die Bohrlöcher dieser Fliegen setzen die Oliven der Oxidation aus und bilden das Brutnest der Larven. Um diese Fliege zu bekämpfen werden in jedem Baum tödliche Lockfallen für die männlichen Fliegen eingehängt. Dadurch wird die Vermehrung der Schädlinge verhindert. Das Anbringen der Fallen ist sehr aufwendig und zeitintensiv, da alles in Handarbeit ausgeführt werden muss. Dadurch spart man sich aber eine künstliche Schädlingsbekämpfung, die auf die Olivenbäume gespritzt werden müsste.

Die Ernte der Oliven erfolgt zwischen November und Februar. Hierbei streift man die Oliven von den Zweigen ab und fängt sie in ausgebreiteten Netzen auf, damit sie nicht mit den schon zu Boden gefallenen, beschädigten oder faulenden Oliven vermischt werden.

Die Geschwindigkeit spielt eine große Rolle: Die geernteten Oliven müssen innerhalb weniger Stunden zur Mühle transportiert werden, damit sie nicht durch den Druck und die Wärme der Lagerung oxidieren. Zweige, Blätter und minderwertige Früchte werden ausgelesen. Die guten Oliven werden unter fließendem Wasser gewaschen und so von Staub und Verunreinigungen befreit. Anschließend werden Sie gepresst. Je niedriger die Temperatur beim Pressen ist, desto höher ist die Qualität des Olivenöls. Dazu aber in einem späteren Blogbeitrag mehr...

 

 

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